FDP-FWG Bogen fordert Wirtschaftsbeauftragten


Im gut besuchten Gasthaus Faistl – Klimke in Furth, thematisierte Bürgermeisterkandidat Ralf Kietzke den mangelnden Erfolg bei der Vermarktung der Gewerbegebiete der Stadt Bogen. Nur wenige Quadratmeter Gewerbegrund in Furth konnten durch die Stadt Bogen in den letzten Jahren verkauft werden. Ebenso wenig, konnten dort neue Arbeitsplätze in nennenswerten Zahl geschaffen werden. Der Misserfolg gipfelte in der Umsiedlung bestehender Betriebe in andere Gemeinden. Dies schmälert in der Folge auch das Gewerbesteueraufkommen. Derzeit hat die Stadt in Furth rund 33.000 qm und in Bärndorf rund 18.000 qm kreditfinanzierte Flächen im Eigenbestand. Eine eigene Autobahnausfahrt für Furth zu fordern ist schlicht unrealistisch. Sinnvoll wäre es viel mehr, in Zukunft Industriegebiete bei der bestehenden Autobahnausfahrt in Bärndorf auszuweisen. Dies insbesondere deshalb weil die Planungshoheit dafür bei der Stadt Bogen liegt. Dem Bürgermeisterkandidaten Kietzke ist auch bewusst, dass dieses Gebiet als Tonabbaugebiet ausgewiesen ist. Dies kann, den entsprechenden politischen Willen vorausgesetzt, auch geändert werden. Um nunmehr endlich eine aktive Ansiedlungspolitik betreiben zu können, ist nach Auffassung der FDP-FWG die Stelle eines Wirtschaftsbeauftragten bei der Stadt zu schaffen. Dieser Wirtschaftsförderer soll, nicht nur für neue ansiedlungswillige Betriebe sondern auch für bestehende Firmen, ein Ansprechpartner sein und für eine zügige Bearbeitung der Anliegen der Wirtschaft sorgen. Ebenso kann hier die Anlaufstelle für Grundstücksinteressenten im Bereich Eigenheim geschaffen werden. Wenn man bedenkt welche Summen die Zinsen für die Grundstücksfinanzierung betragen, dann rechnet sich eine derartige Position allein durch ersparte Kosten. Die zu erwartenden Steuermehreinnahmen würden den ohnehin klammen Haushalt wesentlich entlasten.

In der anschließenden Diskussion wurden durch die anwesenden Further, die Aussagen zum Industriegebiet bestätigt. Keiner konnte sich an einen Spatenstich erinnern. Ebenso spielte natürlich die geplante Ausweisung des Poldergebietes im Raum Oberalteich eine entscheidende Rolle. Die betroffenen Landwirte haben teilweise einen großen Teil ihrer Flächen in diesem Gebiet. Im Falle einer Flutung geht es hier schlicht um die Existenz der Bauern. Für die FDP-FWG Bogen kommt eine Zustimmung im Planfeststellungverfahren nur in Frage, wenn die Entschädigungsfragen für die betroffenen Grundbesitzer und die Sicherung der Trinkwasserversorgung der Stadt Bogen geklärt ist. Dies hat nichts mit mangelnder Solidarität zu tun, sondern nur mit vernünftiger Planung. Eine Lösung kann es nur geben wenn alle an die Donau angrenzenden Landkreise, Städte und Gemeinden eingebunden werden.

Selbstverständlich wurden auch die Themen Haushaltsverschuldung und die dafür mitursächlichen Kostenüberschreitungen bei den Baustellen Haus der Gemeinschaft, Straubinger Straße und Rathausanbau kontrovers besprochen. Die anwesenden Stadträte und Stadtratskandidaten werden diese Fehler der Vergangenheit durch planvolles Vorgehen, in Zusammenhang mit Berücksichtigung von Projektfolgekosten, in der Zukunft vermeiden. Kreisrätin Monika Rauschendorfer aus Loham bat in ihrer Funktion als Mitglied des Senioren- und Behindertenbeirates um die Rücksendung der durch das Landratsamt an die Senioren ausgegeben Fragebögen. Nur dadurch kann sich der Beirat mit Nachdruck für die Wünsche und Anregungen der betroffenen Bürger einsetzen.

Zum Schluss bedankten sich Kietzke und Moderator Ferry Eckl für das Interesse der Anwesenden, verbunden mit der Bitte um Wählerstimmen. Weitere Informationen unter www.fdp-fwg-bogen.de.



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